So legst du 2026 das Marketing-Budget für dein Restaurant fest

Die meisten Restaurantbetreiber*innen sind sich in einem Punkt einig: Marketing muss sein. Schwieriger ist die Frage, wie viel Budget du einplanen solltest, wofür du es ausgibst, welche Kanäle die richtigen sind, und woran du erkennst, ob sich die Investition gelohnt hat.
Wie viel sollte ein Restaurant für Marketing ausgeben?

Die meisten etablierten Restaurants investieren 3 bis 6% ihres Gesamtumsatzes in Marketing. Neuere oder schnell wachsende Restaurants planen häufig 5 bis 10% ein, um ihre Bekanntheit zu steigern. Welcher Anteil für dich sinnvoll ist, hängt von deinem Restaurant, deinem Standort und deinen Zielen ab.
Innerhalb dieses Budgets fließt heute der größte Teil in digitale Kanäle. Branchenstudien, auf denen auch der Richtwert von 3 bis 6% basiert, zeigen, dass viele Restaurants 60 bis 80% ihres Marketingbudgets in digitale Maßnahmen investieren – also in Online-Werbung, Social Media, E-Mail-Marketing oder In-App-Werbung auf Lieferplattformen.
So sieht das Marketingbudget je nach Entwicklungsphase typischerweise aus
Restaurant-Phase | Marketing-Budget (% vom Umsatz) |
Etabliertes, stabiles Geschäft | 3–6% |
Wachstumsphase oder umkämpfter Markt | 5–10% |
Neueröffnung, erste 6 Monate | 6–10% |
Starkes Wachstum oder Rebranding | bis zu 10–15% |
Diese Prozentwerte sind eine Orientierung – keine feste Regel. Entscheidend ist, wie gut deine Marketingkanäle tatsächlich funktionieren. Passe dein Budget deshalb regelmäßig anhand deiner Ergebnisse an.
So legst du dein Marketing-Budget in 6 Schritten fest

Die folgenden sechs Schritte helfen dir dabei, aus diesen Richtwerten einen konkreten Plan zu entwickeln. Jeder Schritt konzentriert sich auf eine zentrale Entscheidung, sodass du dein Marketing-Budget an einem Nachmittag durchplanen kannst. Wenn du alle sechs Schritte durchgehst, hast du ein Budget, das du gut begründen und ggf. anpassen kannst.
Schritt 1: Überprüfe deine Einnahmen und lege einen Ausgangswert fest
Berechne zunächst deinen durchschnittlichen Monatsumsatz über alle Vertriebskanäle hinweg – also Restaurantbetrieb, Abholung, Lieferplattformen und Direktbestellungen. Multipliziere das mit 3–6%, wenn dein Restaurant etabliert ist, oder mit 5–10%, wenn du noch neu am Markt bist oder auf Wachstum abzielst. So erhältst du ein realistisches Monatsbudget, mit dem du arbeiten kannst.
Schwankt dein Umsatz im Jahresverlauf – etwa aufgrund der Saison oder touristischer Nachfrage – solltest du zunächst ein Jahresbudget berechnen und dieses anschließend auf umsatzstarke und umsatzschwächere Monate verteilen.
Schritt 2: Lege konkrete Ziele für dein Marketing-Budget fest
Ein Marketing-Budget ohne klare Ziele führt oft dazu, dass Maßnahmen wahllos umgesetzt werden. Überlege dir deshalb ein bis drei konkrete Ziele für das kommende Quartal. Für Restaurants mit Fokus auf Lieferbestellungen bieten sich zum Beispiel folgende Ziele an: mehr Neukund:innen gewinnen, die Wiederbestellrate erhöhen, mehr Bestellungen zur Mittagszeit unter der Woche erzielen, den durchschnittlichen Bestellwert steigern.
Jedes Ziel sollte außerdem mit einer konkreten Kennzahl verknüpft sein. „Mehr Bestellungen“ ist zu vage. „10% mehr Lieferbestellungen bis Ende des zweiten Quartals“ dagegen gibt dir ein klares Ziel, dessen Fortschritt du messen kannst.
Bevor du in Werbung investierst, lohnt es sich außerdem, dein Restaurant optimal zu präsentieren. Weitere Tipps findest du in unserem Leitfaden zur optimalen Gestaltung deiner Speisekarte.
Schritt 3: Verschaffe dir einen Überblick über deine bestehenden Marketingkanäle und was sie einbringen
Bevor du zusätzliches Budget investierst, solltest du analysieren, welche Kanäle du bereits nutzt. Dazu gehören zum Beispiel: Social Media, E-Mail-Marketing, deine Sichtbarkeit auf Lieferplattformen, dein Google-Unternehmensprofil, Kooperationen, Außenwerbung oder Beschilderung, Treueprogramme. Notiere dir zu jedem Kanal, was er dir liefert – etwa, ob er neue Bestellungen, Wiederbestellungen, Reservierungen oder vor allem Reichweite bringt.
Erzielt ein Kanal auch nach zwei bis drei Monaten konsequenter Nutzung keine messbaren Bestellungen, solltest du ihn kritisch hinterfragen. Investiere dein Budget bevorzugt in Maßnahmen, die nachweislich Umsatz bringen – nicht in solche, die zwar Aktivität erzeugen, aber keinen echten Mehrwert liefern.
Schritt 4: Verteile dein Budget je nach Ziel auf deine Kanäle
Nun kannst du dein Marketingbudget auf die verschiedenen Maßnahmen aufteilen. Eine bewährte Verteilung für Restaurants mit Fokus auf Lieferbestellungen sieht beispielsweise so aus:
40–50% für bezahlte Sichtbarkeit – etwa über Wolt Ads, Suchmaschinenwerbung oder Social-Media-Anzeigen. So erreichst du Kund*innen genau dann, wenn sie entscheiden, was sie bestellen möchten.
20–30% für Maßnahmen zur Kundenbindung – zum Beispiel Promo-Aktionen und Angebote oder eine bessere Sichtbarkeit bei Wolt+ Abonnent*innen.
10–20% für eigene Kanäle und Direktbestellungen – beispielsweise über eine Bestellseite mit deinem Branding.
Etwa 10% als Reserve, um neue Ideen und Marketingmaßnahmen auszuprobieren.
Passe diese Verteilung an deine Ziele an. Möchtest du vor allem Stammkund*innen binden? Dann investiere mehr in Treueprogramme und Kundenbindungsmaßnahmen. Geht es in erster Linie darum, dein Restaurant bekannter zu machen? Dann solltest du einen größeren Teil des Budgets für Sichtbarkeit einplanen.
Schritt 5: Verfolge regelmäßig die Performance und passe dein Budget an
Ein Marketing-Budget ist nicht in Stein gemeißelt. Überprüfe deshalb jeden Monat, ob du die Ziele erreichst, die du in Schritt 2 festgelegt hast. Hilfreiche Kennzahlen sind zum Beispiel: Kosten pro Neukund:in, Wiederbestellrate, Return on Ad Spend (ROAS), Deckungsbeitrag nach Abzug von Gebühren, Rabatten und Lieferkosten.
Viele dieser Kennzahlen findest du in Analytics & Insights im Händler-Portal. Ergänze diese Daten durch die Auswertungen deiner weiteren Marketingkanäle. Entwickelt sich ein Kanal besonders gut, lohnt es sich, dort mehr Budget einzuplanen. Bleiben die Ergebnisse dagegen aus, solltest du die Maßnahme pausieren und einen anderen Ansatz testen. Wie wichtig Timing für die Performance auf Liefer-Apps ist, erfährst du in unserem Blog-Artikel: Warum Timing in Retail Media zählt.
Schritt 6: Berücksichtige Saison und Wachstumsphasen
Nicht jeder Monat erfordert das gleiche Marketing-Budget. Setze Akzente in Wochen mit hoher Nachfrage, etwa die Terrassensaison im Sommer, die Weihnachtszeit oder lokale Events, besonders intensiv. In ruhigeren Phasen kannst du dein Budget reduzieren oder gezielt dafür einsetzen, neue Marketingmaßnahmen auszuprobieren. Ein konkretes Beispiel rund um einen Feiertag findest du in unserem Beitrag mit Tipps für Muttertags-Aktionen im Restaurant.
Planst du die Eröffnung eines neuen Standortes oder möchtest du ein neues Lieferkonzept einführen, solltest du für die ersten zwei bis drei Monate ein höheres Marketing-Budget einplanen. Sobald sich das Geschäft stabilisiert hat, kannst du wieder zu deinem regulären Budget zurückkehren.
Hol das Meiste aus deinem Marketing-Budget heraus
Ein Marketing-Budget entfaltet seinen größten Nutzen, wenn es an messbare Ergebnisse gekoppelt ist – also auf tatsächliche Bestellungen und einen positiven Deckungsbeitrag, nicht nur auf Marketingaktivitäten.
Sobald deine Ziele feststehen, deine Marketingkanäle definiert sind und du ihre Performance regelmäßig misst, können Maßnahmen wie Wolt Ads dazu beitragen, dein Restaurant genau in dem Moment sichtbar zu machen, in dem potenzielle Kund*innen etwas bestellen möchten.
Entdecke, wie Wolt Ads Restaurants in Deutschland dabei unterstützt, mehr Sichtbarkeit zu erzielen – und finde heraus, ob es zu deiner Marketingstrategie für 2026 passt.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel sollte ein Restaurant für Marketing ausgeben?
Welchen Anteil des Umsatzes sollte ein Restaurant für Marketing einplanen?
Wie verteile ich mein Marketing-Budget auf die verschiedenen Kanäle?
Wie viel sollte ein neues Restaurant für Marketing ausgeben?
Wie messe ich den Erfolg meines Marketing-Budgets?
Wie verfolge ich den ROI meines Restaurant-Marketings am besten?
Der Einstieg ist kinderleicht – melde dich noch heute an
Melde dich jetzt an und hol das Meiste aus Wolt heraus. Mach einfach ein paar Angaben zu deinem Geschäft und schon kann's losgehen.